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Security Oktober 2026 4 Min. Lesezeit

TISAX Anforderungen Microsoft 365: was ein Großkunde von Ihrer IT-Umgebung verlangt

TISAX prüft nach dem VDA-ISA-Katalog. Für Microsoft 365 hängen die Antworten regelmäßig an drei Punkten: Wer meldet sich wie an, wer trägt Administratorrechte, und wie werden Daten mit externen Empfängern geteilt? Der Prüfer will die tatsächliche Einstellung sehen, dokumentiert und nachvollziehbar. In den meisten Unternehmen liegt dieser Nachweis nicht fertig vor, weil ihn bisher schlicht niemand verlangt hat.

Übersichtlicher Sicherheitsbericht für Microsoft 365 als Nachweis für TISAX-Anforderungen

Warum reicht ein gutes Gefühl bei der IT-Sicherheit nicht mehr aus?

Der Auslöser kommt fast immer von außen. Ein Großkunde aus der Automobilindustrie macht den TISAX-Nachweis – den Standard der Branche für Informationssicherheit bei Zulieferern, betrieben von der ENX Association – zur Bedingung für den nächsten Rahmenvertrag, und die Frist dafür ist kurz bemessen, oft nur wenige Wochen bis zum nächsten Lieferantenaudit. Für die Fertigung gibt es eingespielte Abläufe und Ansprechpartner, weil Qualitätsaudits dort seit Jahren zum Alltag gehören. Für die Microsoft-365-Umgebung des Unternehmens – also E-Mail, Dateiablage, Zusammenarbeit – fehlt dagegen oft schon eine aktuelle Bestandsaufnahme der Einstellungen.

Die Fragen des Katalogs lassen sich selten aus dem Gedächtnis beantworten. Über Jahre wechseln Zuständigkeiten, Projekte laufen aus, externe Dienstleister erhalten Zugriff und behalten ihn oft länger, als der Auftrag dauert. Wenn dann ein Fragebogen mit konkreten Prüfpunkten auf dem Tisch liegt, zeigt sich, dass niemand im Haus eine vollständige, aktuelle Antwort geben kann. Mit Nachlässigkeit hat das selten zu tun.

Warum reicht das, was der IT-Dienstleister bisher liefert, nicht für diesen Nachweis?

Die Antwort liegt im Auftrag. Der bestehende IT-Dienstleister sorgt dafür, dass die Postfächer laufen, Rechner funktionieren und Sicherungen greifen – und das in aller Regel zuverlässig. Eine geprüfte, dokumentierte Aussage darüber, wer Administratorrechte trägt oder wie Zugriffsregeln in der IT-Umgebung eingerichtet sind, ist eine andere Aufgabe. Sie wurde bislang nie beauftragt, weil sie bislang niemand angefordert hat.

Ein prüfbarer Nachweis heißt: Eine dritte Partei kann nachvollziehen, wie die Umgebung konfiguriert ist, mit Datum, Verantwortlichem und dokumentiertem Ergebnis. Diese Dokumentation entsteht im laufenden Betrieb nicht nebenbei, sie wird eigens erstellt. Fehlt sie, lässt sich das weder dem eigenen Team noch dem IT-Dienstleister als Fehler anlasten.

Was es kostet, wenn Sie nichts tun

Ohne belegbaren Stand verschiebt sich die Antwort an den Kunden – und mit ihr häufig auch die Entscheidung über den Folgeauftrag. Der Kunde fragt in der Zwischenzeit erneut nach, das Zeitfenster für die Zusage wird enger, und ein Wettbewerber, der seinen Nachweis bereits vorliegen hat, rückt in der Auswahl nach vorn. In bestehenden Rahmenverträgen kann eine ausbleibende Antwort außerdem zur Bedingung für die nächste Verlängerung werden, unabhängig davon, wie gut die Zusammenarbeit bisher gelaufen ist.

Dazu kommt ein interner Preis: Jede weitere Nachfrage des Kunden bindet Zeit der Geschäftsführung und der IT, die eigentlich für das Tagesgeschäft gebraucht wird. Wird der Nachweis kurzfristig unter Zeitdruck zusammengestellt, fällt er zudem meist lückenhafter aus, als wenn er in Ruhe erarbeitet worden wäre – mit dem Risiko, dass der Kunde eine Nachbesserung verlangt und die Frist ein zweites Mal beginnt. Keines dieser Risiken ist für sich genommen dramatisch. In der Summe kostet es aber Zeit, Vertrauen beim Kunden und im ungünstigen Fall den Auftrag selbst.

Was ändert sich mit einem Security Scan für Microsoft 365?

Der Nexus.365 Security Scan liefert in sieben Tagen einen dokumentierten Stand der Microsoft-365-Umgebung zu genau den drei Punkten, an denen die Antworten hängen. Das Ergebnis liegt schriftlich vor – als Grundlage, mit der Sie den Fragenkatalog des Großkunden direkt beantworten oder gezielt nachbessern, bevor ein externer Prüfer die Unterlagen anfordert.

Dem Kunden legen Sie eine Aufstellung vor, die er in seine eigene Bewertung übernehmen kann: Punkt für Punkt, mit Datum und nachvollziehbarer Einstellung. Zeigt der Scan Lücken, wissen Sie zugleich, wo der nächste Schritt ansetzt: Quick-Win oder Compliance.

Der Security Scan liefert die Bestandsaufnahme für die Microsoft-365-Seite, auf der ein akkreditiertes TISAX-Assessment durch eine Prüfstelle aufsetzt – und genau diese Seite ist die, an der wir die Fragebogen am häufigsten hängen sehen. Das Assessment selbst bleibt Sache der Prüfstelle.

Häufige Fragen zum Thema

Was fordert TISAX für Microsoft 365 von einem Zulieferer?+

Belegbare Angaben zu Anmeldeschutz, Administratorrechten und der Weitergabe von Daten an Dritte – dokumentiert, nicht nur zugesichert.

Reicht ein einfaches Passwort ohne zweiten Sicherheitsschritt für den Nachweis?+

Nein. TISAX-Fragebögen verlangen in der Regel den Nachweis, dass die Anmeldung zusätzlich zum Passwort abgesichert ist.

Wie lange dauert es, den Nachweis für Microsoft 365 zusammenzustellen?+

Mit einer aktuellen Bestandsaufnahme wenige Tage. Ohne sie hängt es davon ab, wie viele Administratorkonten und Freigaben erst identifiziert werden müssen.

Was prüft ein TISAX-Assessor konkret bei Microsoft 365?+

Unter anderem Anmeldeschutz, Rechtevergabe, Datenweitergabe an Dritte und ob diese Einstellungen dokumentiert und nachvollziehbar sind.

Ist ein Security Scan das Gleiche wie ein TISAX-Assessment?+

Nein. Der Security Scan liefert die Bestandsaufnahme für die Microsoft-365-Seite. Das TISAX-Assessment selbst führt eine akkreditierte Prüfstelle durch.

Den Stand kennen, bevor der Kunde erneut fragt.

Der Nexus.365 Security Scan zeigt in sieben Tagen, wie Ihre Microsoft-365-Umgebung tatsächlich eingestellt ist. Der Scan kostet ab 990 € einmalig zzgl. USt., wird vertraglich geregelt, und das Ergebnis liegt schriftlich vor. Das Erstgespräch ist unverbindlich.

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