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Betrieb Juli 2026 5 Min. Lesezeit

Microsoft 365 Managed Service Kosten: was KMU wirklich zahlen — und wie Angebote vergleichbar werden

Ein Microsoft 365 Managed Service kostet im Festpreismodell einen festen Betrag pro Nutzer und Monat. Bei Nexus.365 liegt der volle Betrieb inklusive Helpdesk zwischen 109 und 199 € pro Nutzer und Monat, je nach Leistungsumfang. Daneben gibt es am Markt zwei weitere Modelle: Abrechnung pro Ticket und Abrechnung pro Stunde. Was am Jahresende auf der Rechnung steht, entscheidet weniger der Preis pro Einheit als das Modell dahinter.

Drei Angebote liegen auf dem Tisch. Das erste rechnet pro Ticket ab, das zweite pro Stunde, das dritte nennt einen Monatspreis mit drei Sternchen. Vergleichbar ist daran nichts — und in genau diesem Zustand müssen die meisten Geschäftsführungen diese Entscheidung treffen.

Was kostet Microsoft 365 als Managed Service pro Nutzer?

Die drei Modelle unterscheiden sich vor allem darin, wer das Risiko trägt.

ModellSo zahlen SieWer trägt das Risiko
Pro TicketJe Störung ein BetragSie. Ein schlechter Monat wird teuer.
Pro Stunde / KontingentAufwand nach Anfall, oft mit GrundgebührSie. Aufwand ist vorher nicht absehbar.
Festpreis pro NutzerFester Monatsbetrag, Leistung vertraglich definiertDer Anbieter. Störungen gehen auf seine Rechnung.

Im ruhigen Monat sehen alle drei Modelle gleich gut aus. Der Unterschied zeigt sich im schlechten: Wenn nach einem Update zwanzig Mitarbeitende gleichzeitig ein Problem haben, produziert das im Ticket-Modell zwanzig Rechnungen. Im Festpreismodell produziert es eine Zahl — dieselbe wie im Vormonat.

Dazu kommt ein zweiter Effekt, über den seltener gesprochen wird. Ein Anbieter, der pro Störung verdient, hat kein wirtschaftliches Interesse daran, dass Störungen verschwinden. Bei einem Festpreis kehrt sich das um: Jede vermiedene Störung ist sein Gewinn. Bezahlt wird in beiden Fällen — die Frage ist, wofür.

Was muss im Festpreis enthalten sein?

Ein Monatspreis wird erst vergleichbar, wenn klar ist, was er abdeckt. Fünf Punkte gehören in jedes ernsthafte Angebot; fehlt einer davon, lohnt sich die Nachfrage vor der Unterschrift.

  • Helpdesk für Ihre Mitarbeitenden, mit zugesagter Reaktionszeit statt „nach Verfügbarkeit"
  • Updates und Wartung der gesamten Microsoft-365-Umgebung, ohne Zusatzberechnung
  • Sicherheits-Grundschutz: zweiter Sicherheitsschritt bei der Anmeldung, Zugangskontrolle, Geräteschutz
  • Datensicherung, die auch einen Erpressungsangriff übersteht
  • Ein monatlicher Bericht, der zeigt, was getan wurde und wo Ihre Umgebung steht

Microsoft-Lizenzen kommen in vielen Angeboten obendrauf — das ist marktüblich und kein Warnsignal. In den Nexus.365-Paketen sind sie enthalten. Projekte wie ein Anbieterwechsel oder ein Neuaufbau laufen separat; seriöse Anbieter nennen dafür einen Festpreis statt eines Stundensatzes.

Was kostet das für 25 Mitarbeitende — konkret?

Ein Unternehmen mit 25 Mitarbeitenden, mittlere Servicestufe: 25 × 149 € ergibt 3.725 € pro Monat, 44.700 € im Jahr. Darin enthalten sind Helpdesk, Betrieb, Absicherung, Microsoft-Lizenz und der monatliche Bericht — die komplette Betreuung für Microsoft 365, Identitäten und Endgeräte.

Das ist kein kleiner Betrag, und wir tun nicht so, als wäre er einer. Die ehrliche Vergleichsrechnung ist eine andere: Was kostet die Alternative? Eine eigene IT-Kraft kostet Gehalt plus Arbeitgeberanteile, plus Vertretung bei Urlaub und Krankheit, plus Weiterbildung, plus die Monate, in denen die Stelle unbesetzt ist. Wer diese vier Posten für den eigenen Standort zusammenrechnet und neben den Jahrespreis legt, hat die Entscheidung als Rechenaufgabe vor sich.

Für Unternehmen mit kleiner eigener IT gibt es einen Mittelweg. Beim Managed Tenant bleibt der Helpdesk intern, Nexus.365 übernimmt Sicherheit und Überwachung der Umgebung. Das senkt den Monatspreis deutlich und lässt Ihre Mannschaft das tun, was sie gut kann.

Wie vergleiche ich zwei Angebote, die auf dem Papier gleich aussehen?

Zwei Angebote mit demselben Monatspreis können sich im Jahresverlauf um einen fünfstelligen Betrag unterscheiden. Der Unterschied steckt selten im Preis, sondern in den Positionen, die eines der beiden nicht erwähnt. Die folgenden zwölf Punkte sollten in einem Angebot eindeutig stehen — steht einer davon nicht drin, ist er nicht vereinbart.

  1. 1Preis pro Nutzer und Monat — und ob die Microsoft-Lizenz darin enthalten ist oder separat berechnet wird.
  2. 2Welche Lizenzstufe genau (Business Premium, E3, E5) — ein Wechsel der Stufe verschiebt den Preis erheblich.
  3. 3Support-Kontingent: wie viele Minuten pro Nutzer und Monat, mit welcher Obergrenze für das Unternehmen insgesamt.
  4. 4Stundensatz für Aufwand über dem Kontingent — und wer entscheidet, wann dieser Fall eintritt.
  5. 5Reaktionszeit, ab wann sie gilt (Geschäftszeit oder rund um die Uhr) und was als dringend zählt.
  6. 6Einrichtung: Festpreis, Spanne oder nach Aufwand — und was passiert, wenn der Ist-Zustand schlechter ist als angenommen.
  7. 7Welche Geräte abgedeckt sind: nur Windows, auch macOS, auch Mobilgeräte, und wie viele pro Person.
  8. 8Ob Sicherheitsüberwachung enthalten ist oder ein Zusatzpaket — und ob sie zu Geschäftszeiten oder durchgehend läuft.
  9. 9Datensicherung: enthalten oder nicht, wo die Kopie liegt und wie lange sie aufbewahrt wird.
  10. 10Mindestlaufzeit, Verlängerung und Kündigungsfrist — quartalsweise und monatlich sind sehr verschiedene Zusagen.
  11. 11Was beim Ausstieg passiert: bekommen Sie Dokumentation und Administratorzugänge vollständig zurück?
  12. 12Wer im Tenant welche Rechte bekommt — dauerhaft oder befristet, und wie das nachvollziehbar bleibt.

Welches Abrechnungsmodell überhaupt zu Ihnen passt — Festpreis oder Abrechnung pro Ticket — ist eine Frage davor. Sie ist in einem eigenen Beitrag beantwortet.

Häufige Fragen zum Thema

Was kostet ein Microsoft 365 Managed Service pro Nutzer und Monat?+

Im Festpreismodell bei Nexus.365 zwischen 109 und 199 € pro Nutzer und Monat für den vollen Betrieb inklusive Helpdesk und Microsoft-Lizenz, abhängig vom Leistungsumfang. Die schlankere Variante ohne Helpdesk (Managed Tenant) liegt darunter.

Woran erkenne ich, dass zwei Angebote wirklich vergleichbar sind?+

Erst wenn Lizenzstufe, Support-Kontingent, Stundensatz darüber, Reaktionszeit, Geräteabdeckung, Einrichtung, Laufzeit und Ausstiegsbedingungen in beiden Angeboten eindeutig benannt sind. Fehlt eine dieser Positionen, vergleichen Sie zwei unterschiedliche Leistungen zum selben Preis. Welches Abrechnungsmodell grundsätzlich passt, ist eine Frage davor.

Lohnt sich ein Managed Service unter 10 Mitarbeitenden?+

Der volle Betrieb mit Helpdesk rechnet sich unter 10 Nutzern oft noch nicht. In dieser Größe passt meist die schlanke Variante: Die Umgebung wird abgesichert und überwacht, Alltagsfragen löst das Team selbst. Wächst das Unternehmen, wächst der Service mit.

Welche Leistungen sind im Festpreis oft nicht enthalten?+

Hardware und einmalige Projekte wie ein Anbieterwechsel oder der Neuaufbau der Umgebung; bei vielen Anbietern zusätzlich die Microsoft-Lizenzen. Entscheidend ist, dass auch diese Projekte zum Festpreis angeboten werden — sonst kehrt die Unplanbarkeit durch die Hintertür zurück.

Ein Angebot, das Sie neben jedes andere legen können.

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